Auf dieser Seite wollen wir kurz unsere Tour durch Norddeutschland im September 2010 beschreiben. Sie hat uns vom 12. bis 24. September 2010 einmal quer durch Norddeutschland geführt. In dieser Zeit haben wir in Jochen Ludewigs Bus auf diversen Campingplätzen übernachtet. Dies war unsere erste Campingreise, und es hat uns echt Spaß gemacht. Die Liste aller Episoden finden sich unter dem Tag tour-nord.
Da wir am Montag vormittag unseren ersten Termin beim DLR in Braunschweig hatten, fuhren wir bereits am Sonntag gen Norden. Knapp 500 km, und mit einer Erkältung, Kopfweh und 70 PS zog sich das Ganze ziemlich. Gegen 17 Uhr waren wir dann aber auf dem ersten Campingplatz unserer Reise, kochten uns etwas und waren früh im Bett.
In Braunschweig führt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt Flugversuche durch. Wir besuchten dort die Flugbetriebsabteilung und unterhielten uns ein paar Stunden mit dem technischen Pilot Stefan Seydel. unter anderem über die fliegenden Simulatoren wie der rechts abgebildete ATTAS. In zwei Hallen konnten wir auch einige Hubschrauber und Flugzeuge anschauen (Episode 48).
Am Abend fuhren wir weiter nach Hamburg, wo wir einen Campingplatz direkt an der Elbe ansteuerten. Wir haben uns gefühlt wie auf den Bahamas: Strand, Sand, und ein total relaxter (high?) Campingplatzchef. Alles in allem der mit Abstand schlechteste Campingplatz unserer Tour. Dafür hatten wir direkten Ausblick auf all die großen Schiffe, die die Elbe hoch- und runter fuhren. Noch wussten wir nicht, dass wir zwei Tage später selbst auf so einem Schiff wieder hier vorbeikommen würden :-)
Nachmittags hatten wir den Termin bei Heinz Kuhlmann im Marine Training Center Hamburg. Dieses bietet diverse Schulungen zur Aus- und Weiterbildung von Seefahrern an, unter anderem an verschiedenen Simulatoren. Wir haben uns mit Herrn Kuhlmann über die Ausbildung von Nautikern und “seine” Simulatoren unterhalten (Episode 50). Am Schluss sind wir selbst eine Runde Schlepper gefahren, im großen Rundumsicht-Schiffsführungs-Simulator. Obwohl der Boden sich nicht bewegte, mussten wir uns bei der Simulation von starkem Seegang festhalten! Am Abend ging es weiter nach Brunsbüttel, wo wir am nächsten Morgen einen Termin bei den Elbe-Lotsen hatten.
Gleich morgens gab es eine schlechte Nachricht bei den Elbe Lotsen in Brunsbüttel: Aufgrund des stürmischen Wetters konnten wir leider nicht zur Seestation mit rausfahren. Aber Sven Schmitz konnte uns eine Alternative anbieten: um 10:00 sollte ein Containerfrachter, die CMA CGM Quartz (siehe rechts) vorbeikommen, auf dem Weg in den Hamburger Hafen. Wenn wir Lust hätten, könnten wir da mitfahren…. klar hatten wir Lust! Wir begleiteten Ben Lodemann bei seiner Arbeit auf dem Frachter. Es erübrigt sich fast zu sagen, dass das echt interessant war: vom “Entern” des Frachters via Lotsenleiter bis zum Anlegen mit Schleppern im Hafen (Episode 53).
Dann fuhren wir mit der Bahn nach Brunsbüttel zurück, von wo aus wir uns auf den Weg nach Bremerhaven machten.
Dieser Tag führte uns einmal um die Erde. Wir waren zu Gast um Klimahaus Bremerhaven wo wir unter anderem mit Susanne Nawrath über Klimazonen und deren Veränderung geredet haben. Natürlich hatten wir auch Zeit, uns das Museum und dessen Ausstellungen anzuschauen und die Reise entlang des 8. Längengrades zu machen: von Bremerhaven aus geht es mit allen Sinnen über Sardinien nach Afrika, dann in die Antarktis und über die Südsee und Alaska zurück nach Deutschland: tolle Sache! (Episode 57)
Abends dann Weiterfahrt nach Friedeburg.
Morgens haben wir zunächst die Kavernenanlagen der IVG Caverns zur Öl- und Gasspeicherung in Etzel besucht, und uns dort mit Hans-Joachim Schweinsberg über deren Erschließung und Nutzung unterhalten. Ein Thema über das wir im Vorfeld nicht viel wussten, das sich aber als sehr interessant herausgestellt hat (Episode 52).
Dann die Weiterfahrt nach Norddeich, wo wir die Seehundstation Norddeich besucht haben. Der Leiter, Peter Lienau gab uns viele interessante Informationen über das Leben der Seehunde an der Nordseeküste und ihrer Aufzucht in der Station. Natürlich konnten wir die Station auch besichtigen und waren glücklicherweise gerade zur Fütterungszeit dort.
…. ohne Interviews :-)
Bereits am Vortag waren wir mit der MS Atlantis von Cuxhaven aus nach Helgoland gefahren. Am Mittwoch morgen hatten wir dann einen Termin mit dem Vormann Jörg Rabe auf der HERMANN MARWEDE, dem derzeit größten Seenotkreuzer der DGzRS. Im Gespräch ging es sowohl um das Schiff als auch um die Seenotrettung im Allgemeinen. Außerdem haben wir uns das Schiff natürlich ausführlich angeschaut (Episode 51).
Nachdem wir von Helgoland zurück waren, standen uns wiederum 800 km Heimreise bevor – zum Glück jetzt ohne Erkältung! – die wir in zwei Etappen bei strahlendem Sonnenschein zurücklegten.
… steht noch ein Gespräch mit der Hamburger Schiffbau-Versuchsanstalt an, da konnten wir leider keinen Termin in diesen zwei Wochen finden.
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Eure podcasts sind sehr interessant und echt professionell gemacht. Super!
Haette ich einen wunsch frei, dann wuerd ich mir wuenschen, dass keine musi mehr gespielt wird. Total nervig! Musi ist musi und themenpodcast ist …
Gruesse,
aus stuttgart nach stuttgart
Hallo,
danke für das Lob! Das mit der Musik haben wir inzwischen geändert, nur am Schluss kommt noch ein Lied. Da kannst Du ja dann schon abschalten…
Grüße
Nora
Ich bin wirklich begeistert über Euern Podcast, der so ganz unterschiedliche Themenbereiche abdeckt, wo dann immer wieder etwas dabei ist, das ich interessant finde.
Die Episode Seenot-Rettungskreuzer habe ich mit als erste gehört, weil ich eine gewisse Affinität zu dieser Organisation hege…
Einfach toll, diese Hintergrundinformationen so aus erster Hand und direkt mit dem Ölkännchen bewaffnet erhalten kann!
Bitte immer weiter so.
Gruß Jochen
Danke Jochen :-)